Fachgruppentagung Journatistik/Journalimusforschung
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Von analog nach digital - Journalismus und Technik

Tagung der DGPuK-Fachgruppe "Journalistik und Journalismusforschung" vom 7. bis 9. Februar 2013 am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität München


Im Jahr 1993 gelang mit der Einführung des "Mosaic"-Browsers der Durchbruch des Internets zum öffentlich relevanten Medium. Die grafische Benutzeroberfläche machte das "World Wide Web" binnen weniger Jahre zu einer populären Informations- und Kommunikationsplattform. Zwanzig Jahre später haben das Internet und andere digitale Techniken den Journalismus grundlegend gewandelt. Auch die alten Medien Rundfunk und Presse sind von der Digitalisierung erfasst worden.

Techniken, verstanden als Werkzeuge zum Erreichen definierter Zwecke, stehen in einer engen Beziehung zum Journalismus. Unstrittig ist, dass Medientechniken zur Produktion, Verbreitung und Speicherung von Mitteilungen notwendige Voraussetzung für das Entstehen des Journalismus gewesen sind. Auch gingen vom Medienwandel immer wieder wesentliche Impulse für den Journalismus aus. Der Schritt von der analogen zur digitalen Technik hat nicht nur zu einer Erweiterung des Potenzials für Kommunikation in der Sozial-, Zeit-, Raum- und Zeichendimension geführt, sondern hat auch – wie sich immer deutlicher abzeichnet – die Struktur der Öffentlichkeit und die Rolle des Journalismus verändert.

Die Journalismusforschung befasst sich längst intensiv mit diesem Medien- und Öffentlichkeitswandel. Gleichwohl bleiben Forschungsdefizite: Die hohe Geschwindigkeit des Wandels hat die Neigung befördert, sich kurzfristig und ausschnitthaft mit Einzelaspekten und -phänomenen zu befassen. Bei der Synthese der Befunde, dem Nachzeichnen historischer Linien, dem Vergleich unterschiedlicher Kontexte der Institutionalisierung digitaler Technik sowie der Neuausrichtung von Begriffen, Modellen und Theorien besteht Nachholbedarf. Theorien der Journalismusforschung reflektieren Technik und mediale Differenzen, wenn überhaupt, nur am Rande. Der Computer als datenverarbeitende Technik ist für die Journalismusforschung noch weitgehend eine "Black Box". Einblicke kann hier die Informatik geben, die der Kommunikationswissenschaft auch neue Methoden offeriert. Damit sind einige Punkte angesprochen, die auf der Tagung diskutiert werden sollen.

Call for Papers (Einreichefrist abgelaufen)

Organisiert vom Lehrstuhl Prof. Dr. Neuberger, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW), LMU München

Wir danken dem Verein zur Förderung von Forschung und Lehre am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (VFKW e.V.) und der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien für ihre Unterstützung.

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